Reiseberichte aus Südafrika und Swaziland
>> Einleitung <<
Kapstadt
Karoo
Garden Route
Hluhluwe
Swaziland
Mpumalanga

Südafrika war im europäischen Sommer 2002 das Ziel einer vierwöchigen Reise. Der Flug war schnell gebucht, hin nach Kapstadt, zurück ab Johannesburg und dann wurde es schwierig. Ein erstes Studium der Reiseführer ergab so viele Ziele, die wir sehen wollten, die Distanzen waren riesig. Wir fragten uns, wie manche Leute diese Strecke in drei Wochen fahren und noch Zeit haben, an schönen Orten zu verweilen.

Auf der KaphalbinselWir haben uns mit einem Mietwagen fortbewegt, was für Südafrika ideal ist. Das ist recht preiswert, man ist flexibel und kann jedes Ziel anfahren. Außerdem haben wir uns entschieden, noch einen Inlandsflug von Port Elisabeth nach Durban zu buchen, auch weil wir vorher so viele Horrorgeschichten über die Strecke durch die Transkei gehört haben. Die Metropolen, bis auf Kapstadt, haben wir völlig gemieden und mehr Wert auf Natur und Tierbeobachtungen gelegt. Wir sind bis auf wenige Ausnahmen 2 bis 3 Nächte an einem Ort geblieben, um auch Zeit für den jeweiligen Ort zu haben. Die Reise wurde so recht streßfrei, wie es ja auch sein soll. Gebucht hatten wir aus Deutschland wenige Unterkünfte, die auch nur für den Anfang und genau vor und nach dem Inlandsflug, um vor Ort flexibel zu sein.

Viele Regionen und Städte, die "man gesehen haben muß", haben wir nicht besucht, aber im Nachhinein würden wir es wieder so machen.

Kap der guten HoffnungWenn man im südafrikanischen Winter das Land bereist, darf man nicht nur Sonnenschein erwarten. Wir hatten eigentlich alle Extreme, strahlenden Sonnenschein und Wärme, sehr kalte Nächte, sintflutartige Regenfälle, Nebel. Allgemein kann man sagen, im Süden hat es öfters mal geregnet, die Nächte waren kalt, im Norden war es wärmer und trockener. Das Wetter ist aber nicht so schlecht, daß man nicht dorthin reisen sollte. Der große Vorteil dieser Zeit, es ist überall leer. Riesige Parkplätze vor den Hauptattraktionen sind fast völlig verwaist, Unterkünfte sind praktisch überall ohne Voranmeldung zu bekommen (außer Krüger Nationalpark).

Grosse Karoo bei Prince AlbertEin Wort zur Sicherheit. Ich habe vorher viel gelesen, auch in einschlägigen Foren, um mich über die Sicherheitslage zu informieren und mich dann manchmal gefragt, wie die meisten Touristen gesund mit ihrem gesamten Hab und Gut das Land wieder haben verlassen können. Südafrika ist mit Sicherheit nicht das sicherste Reiseland, die großen Städte sind nachts relativ unsicher, das ist eine Tatsache. Dennoch: Wenn man den normalen Menschenverstand einschaltet, nicht nachts mit der Kamera um den Hals in verlassenen Städte am Geldautomaten Geld abhebt, keine Autotour auf eigene Faust durch Townships unternimmt oder bei Dunkelheit mit alten Autos über verlassene Landstraßen fährt, muß man nicht mit dem schlimmsten rechnen. Wir haben keine bedrohliche Situation erlebt und haben uns jederzeit sicher gefühlt. Passieren kann immer etwas, aber nicht jeder Schwarze, der einem entgegen kommt, will einen ausrauben, nicht jeder Zeitungsverkäufer an der Ampel will mit vorgehaltener Waffe das Auto stehlen. Aufpassen sollte man, aber nicht paranoid werden.

Aber jetzt geht es los!!

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