Reiseberichte aus Südafrika und Swaziland
Einleitung
Kapstadt
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Garden Route
Hluhluwe
Swaziland
Mpumalanga

Nach drei Tagen verließen wir Kapstadt. Vom Weinland haben wir wegen Regen wenig gesehen, unser Ziel war auch Montagu, das Tor zur kleinen Karoo, eine kleine, nette Stadt in einer schönen Umgebung und heißen Quellen. Dorthin haben wir uns auch sofort nach Ankunft auf den Weg gemacht. Bei Montagu in der kleinen KarooEine Stunde ist man etwa zu Fuß durch ein schönes Tal auf zum Teil schlammigen Untergrund unterwegs. Die Quellen gehören zu einem Hotel, dort kann aber jeder gegen Eintritt in einer schönen Anlage baden, sehr entspannend. Gegen eine geringe Gebühr kann man den Taxiservice des Hotels in einem riesigen amerikanischen Straßenkreuzer zurück in die Stadt in Anspruch nehmen.

Der nächste Tag gehörte bei strahlendem Sonnenschein unserer ersten Wanderung durch die bergige Umgebung Montagus. Fünf Stunden waren wir unterwegs, begegnet sind wir niemandem.

Swartberg Pass, der die kleine mit der großen Karoo verbindetNachmittags haben wir einen kleinen Ausflug nach Swellendam unternommen, der nicht unbedingt wegen der Schönheit der Stadt oder kulinarischer Genüsse zum Abendessen in Erinnerung bleiben wird, sondern eher wegen der Rückfahrt durch die Dunkelheit, von der immer abgeraten wird. Wir sind zwar nicht überfallen worden und auch nicht liegengeblieben, was auffiel waren aber die vielen Leute, die zu Fuß auf der Fahrbahn unterwegs waren. Kombiniert mit südafrikanischer Praxis ganz links zu fahren, wenn jemand überholen will, kann es leicht zu Unfällen kommen. Wir haben zum Glück niemanden überfahren und waren froh, wohlbehalten in der "De Bos Guestfarm" anzukommen.

Prince AlbertUnser nächstes Ziel war Prince Albert, das nördlich von Oudshoorn in der Karoo liegt. Die Strecke bis in die Stadt der Strauße ist auf gut ausgebauter Strasse angenehm zu fahren, einige Dörfer laden zu einer kleinen Rast ein. Von Oudshoorn geht es über den spektakulären Swartberg Pass hinüber in die Karoo. Was 1895 als ingenieursmäßige Meisterleistung gefeiert wurde, ist auch heute noch eine atemberaubende Fahrt auf einer Schotterstraße bis in fast 1900 m Höhe mit toller Fernsicht, die aber auch mit einen normalen Kleinwagen gut zu machen ist.

Große Karoo bei Prince AlbertPrince Albert ist eine Kleinstadt, die eigentlich wenig zu bieten hat, aber gerade das machte sie für zwei Tage interessant. Ein kleines verstaubtes Museum mit Exponaten über die Stadtgeschichte im Halbdunkel, weil einige Stunden der Strom ausgefallen ist, ein kleiner Lebensmittelladen mit angeschlossenem Cafe, in dem zwei reizende Damen versuchten, uns ohne Strom einen Kaffee auf einem kleine Ofen zu kochen, die Pastete dazu mußte kalt verspeist werden, die angepriesene Wanderung, die ein einstündiger, leichter Spaziergang war und der allsamstägliche Ghostwalk über die Stadtgeister, der wegen "schlechtem Wetter und schlechter Gesundheit" ausfiel, das sind die Dinge, die uns in dieser ruhigen und freundlichen "Stadt" in Erinnerung bleiben werden. Aber es war ein schönes Beispiel für eine normale Kleinstadt mitten im Nichts, wir waren zu dieser Zeit fast die einzigen Touristen im Ort, es war sehr entspannend.

Kangoo CavesUnser nächstes Ziel war die Küste. Also fuhren wir wieder über den Paß und machten einen Stop an den Kangoo Caves. Die riesigen Parkplätze an dieser Tropfsteinhöhle ließen erahnen, welche Touristenströme in der Hauptsaison dort haltmachen, wir konnten aber direkt am Eingang parken. Eine einfache Besichtigung reichte uns natürlich nicht, es wurde ja eine "Adventure Tour" angeboten und so robbten wir wenig später auf allen Vieren durch enge Tunnel, zwängten uns durch Löcher und kletterten steile Passagen hoch. Nachher waren wir naßgeschwitzt, aber es hat Spaß gemacht, sich mal wie ein kleiner Höhlenforscher zu fühlen.

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