Zug auf der Teufelsnase


Zu den abenteuerlichsten Dingen, die man in Equador tun kann, gehört wohl eine Fahrt mit dem Zug die Teufelsnase ( El nariz del diablo) hinunter. Der Zug windet sich von Alausi in 2356 Metern Höhe auf 130 km hinab bis fast zum Meeresspiegel, auf dem steilsten Stück zwischen Alausi und Huigra bewältigt es auf knapp 2 Kilometern 500 Meter. Der Zug wird dabei im Schrittempo in Spitzkehren hin und her rangiert. Für zusätzliche Spannung sorgt dabei, daß man mit zahlreichen Einheimischen und Touristen auf dem Dach des Zuges Platz nehmen kann. Man kann den Zug schon in Riobamba besteigen, was sich anbietet, weil sehr viele Passagiere erst in Alausi zusteigen, dort ist der Zug nach deutschen Maßstäben dann bereits voll. Will man die erste Strecke ab Piobamba auch schon auf dem Dach zurücklegen, sollte man sich sehr warm anziehen, weil der Zug morgens um 6 Uhr startet und es auch im Sommer um diese Zeit äußerst kalt ist. Man kann die Fahrt gut in Bucay beenden, weil der schönste Teil der Strecke hinter einem liegt und von dort mit dem Bus weiterfahren, was wesentlich bequemer ist. Ohne Probleme kann man Busse dort zur Küste (Guayaquil) oder zurück ins Hochland (nach Cuenca, umsteigen in El Triunfo) finden. Großen Pioniergeist muß man nicht beweisen, weil fast alle Touristen dort den Zug verlassen.