Reiseberichte aus China und Hongkong
Ankunft
Peking
Große Mauer
Hohhot
>> Xi'an <<
Chongqing
Jangtse
Changsha
Canton
Hongkong

Zurück in Peking galt unsere erste Bemühung dem Kauf von Tickets. Es gab sogar für den nächsten Tag welche nach Xi'an, dort wollten wir auch hin und dank des Ausländerschalters , den es in Peking gibt, war es sogar recht einfach, an die gewünschten Dokumente zu kommen.

Die Hohhot-Enttäuschung saß noch tief, wir waren gereizt und verbummelten so den Tag.

Die 20 stündige Zugfahrt nach Xian war okay, mit dem Spucken im Zug hatten wir uns arrangiert, die Nudelsuppen, die wir als Proviant dabei hatten, waren allesamt ungeniessbar, so daß wir als Konsequenz einen großen Nudelsuppentest planten, um für das nächste Mal besser gerüstet zu sein. Trotz der Suppenpleite haben wir die von fliegenden Händlern angebotenen Hühner- uns Schweinefüße dankend abgelehnt.

Xi'an ließ unsere Laune erstmal ein wenig steigen, das Hotel war okay, in der Straße gab es ein ausgezeichnetes Straßenrestaurant, "Dads Home Cooking". Zugegebenermaßen ein Touristenladen, aber wir haben mit einigen anderen netten Leuten bis auf wenige Ausnahmen jede Mahlzeit bei "Dad" und seiner freundlichen Familie eingenommen. Die Verständigung war auch nicht leicht, aber die Familie war immer bemüht und freundlich. "Dad" machte mit uns auch einen Fahrradausflug zu Monument, an dem die Seidenstraße beginnt. Das Bauwerk selbst ist zwar häßlich, aber die Geste, mit uns einen kostenlosen Ausflug ohne Hintergedanken zu machen, zählte. War unser Bild vom gemeinen Chinesen also falsch, waren die "Bösen" die Ausnahme? Nach knapp 2 Wochen noch zu früh für ein endgültiges Fazit.

Ein Besuch der Terracottaarmee steht wohl auf jedem Xi'an Besuchsplan und ist auch durchaus lohnend. Natürlich reiht sich ein Souvenirstand an den Nächsten, aber die Ausgrabungen zu sehen, ist schon fazinierend, aber: fotografieren verboten. Auch der Gedanke daran scheint strafbar zu sein. Ich überlegte gerade, wie es mir doch gelingen könnte, unauffällig ein Bild zu machen, da kam schon ein wütender Soldat auf mich zu und wollte mir meinen Film entreissen. Doch es gelang mir irgendwie, ihn von meiner Unschuld zu überzeugen.

Andere Ausflüge in die Umgebung waren eher enttäuschend. In Xi'an ist das Moslemviertel interessant, sehr freundliche Menschen. Ein Besuch eines Marktes ist schon spannend, aber nichts für zaghafte Gemüter, weil etliches angeboten wird, was Europäer nicht unbedingt mit Nahrung in Verbindung bringen, z.B. Schlangen, Spinnen, etc.

Wir sind eine gute Woche in Xi'an geblieben, nicht unbedingt, weil es so toll war, aber wir haben erst für diesen Tag Zugtickets bekommen und zwar nach Chongqing am Jangtse. Die Hälfte der Zeit hätte auch locker ausgereicht, aber wie schon erwähnt, nicht wir bestimmten, wann es wohingeht, sondern die Bereitschaft der chinesischen Schalterbeamten, sich mit uns über einen Tag und ein Ziel zu einigen.

Hohot

Chongqing >>