Was einem Touristen sofort auffällt, ist die angehme Art der Chinesen, geräuschvoll überallhin zu "spucken". Auf der Seite des mir nicht bekannten Uwe Richter, der zur Zeit 3 Jahre auf Weltreise ist und auch einige Zeit in China verbracht hat,ist auch dieses Thema gebührend gewürdigt:
Spucken, Rotzen und Kotzen
Die meisten Chinesen benehmen sich wirklich tierisch. Die normalste Sache der Welt scheint das "Ueberall-Hinrotzen" zu sein. Er, sie und es tun es gleichermassen mit wachsender Begeisterung und vom Aufstehen bis zum Schlafengehen. Vor allem nehmen sie dabei keine Ruecksicht, wo sie sich gerade befinden, ob auf der Strasse, im Restaurant oder in oeffentlichen Verkehrsmitteln. Besonders schoen ist es, wenn man morgens aus seinem Hotelzimmer kommt und als Begruessung erst mal jemanden so richtig alles aus dem grossen Zeh hochziehen hoert, um es dann mit einem lauten Spuckgeraeusch einem fast vor die Fuesse zu befoerdern.
Vielleicht hat ja dieses "Auswurf-Verhalten" bei den Chinesen auch romantische Zuege, denn ich habe es auch erlebt, dass ein Paerchen, was auf der Strasse Hand in Hand spazieren ging, sich gegenseitig im Hochziehen und Ausspucken abwechselte - welch tolle Art einer Liebeserklaerung. Schoen ist es auch, wenn man mit dem Zug faehrt und dir der gegenuebersitzende Reisende am laufenden Band vor die Fuese rotzt und die kleine schmierige Pfuetze dann mit den Schuhen breittritt. Selbst in Restaurants scheuen Frauen und Maenner nicht davor zurueck, den im Mund angesammelten Schleim mit einem lauten Geraeusch unter den Tisch zu befoerdern.
Ich bin eigentlich ein tolleranter Mensch, aber dieses Phaenomen ist fuer mich echt wiederwaertig und einfach unmenschlich, also tierisch. Die chinesischen Offiziellen haben teilweise schon erkannt, dass das Rumspucken keinen guten Eindruck bei auslaendischen Gaesten hinterlaesst und versuchen zumindest an Plaetzen, die von Touristen besucht werden, in 1.Klasse-Zuegen und in internationalen Einkaufszentren mit Schildern dieses einzuschraenken, manchmal sogar mit Strafandrohung. Aber wer will das kontrollieren, denn es scheint wirklich eine Tradition zu sein, die die Chinesen erhalten wollen.
Eine weitere unsaubere Sache, die aber auch in anderen Laendern vorkommt, ist das "Sich-Uebergeben-Muessen", also Kotzen. Besonders bei laengeren Busreisen erlebt man dieses mehrmals auf einer Fahrt. Wenn man Glueck hat, vernimmt man nur die Geraeusche und sieht anschliessend ein paar Spuren an den Aussenfenstern. Hat man Pech, muss man seine Wechselsachen parat haben. Besonders in der Naehe von kleinen Kindern muss man aufpassen, denn da kann man schon mal unverhofft dessen Mittagesseen von gestern auf seiner Hose haben. Passiert so etwas, dann laecheln die Eltern meist nur und kennen nicht mal entschuldigende Worte. Ich hatte diese Glueck zum Glueck nicht, musste es aber oft beobachten.