Reiseberichte aus China und Hongkong
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>> Hongkong <<

Die Ankunft im Morgengrauen im Hafen von Hongkong, die spektakuläre Skyline, gehörte mit zu den Höhepunkten dieser Reise. Morgens ist es in dieser pulsierenden Metropole noch recht ruhig, die Luft ist noch kühl. Gutgelaunt, wenn auch etwas übermüdet, gingen wir auf die Suche nach einer Unterkunft. Da es aber noch zu früh war, führte unser erster Weg, wie peinlich, zu McDonalds. Noch nie hat mir ein Hamburger so gut geschmeckt wie an diesem Morgen. Die nächsten 10 Tage waren wir recht häufig in dieser "Restaurantkette", vor allen Dingen aber, weil es sehr preiswert war, ansonsten kann ein Aufenthalt recht kostspielig werden.

Gestärkt machten wir uns auf die Suche nach einer Unterkunft. In Travellerkreisen haben die "Chungking Mansions" den Ruf, die günstigsten Unterkünfte zu haben. Dieses riesige Gebäude beherbergt ungezählte Travellerhotels, Geschäfte, Imbißstände, alles wirkt ein wenig heruntergekommen und unübersichtlich.
Wir entschieden uns für ein Hotel direkt nebenan und kamen "komfortabel" in einen 16 Mann Zimmer unter. Der Besitzer war Inder, was schon mal für dieses Hotel sprach, aber er nervte jeden Tag beim Bezahlen, ob man nicht Englisch- oder Deutschunterricht geben will. Um meine Ruhe zu haben, hätte ich es vielleicht tun sollen.

Hongkong ist eine spannende Stadt. Es gibt viel zu sehen und zu tun. Besuche von traditionellen Märkten oder modernen Einkaufspassagen in Kowloon, schlendern durch die Hochhaus- und Bankenwelt vom Central District auf Hongkong Island, schöne Badestrände, die buddistische Klosteranlage mit dem weltgrößten sitzenden Buddhas auf Lantau Island, der unglaubliche Blick vom Victoria Peak auf die Bucht. Höhepunkt fast jeden Tages war der abendliche Blick vom Anleger der Starferry, der Fähre die Kowloon mit Hongkong Island verbindet, auf die Skyline. Mit einer Dose Bier in der Hand kann man da recht schön seine Zeit verbringen.

Ein Ausflug in das ehemalige portugiesische Macau bietet sich ebenfalls an. In knapp einer Stunde ist man mit dem Jetboot dort. Die Architektur ist teilweise sehr mediterran, es herrscht in den Gassen in den Märkten aber ein reges Treiben, dennoch geht es recht beschaulich zu. In den schönen Parkanlagen kann man den Menschen beim Tai Chi zuschauen, oder die Männer beobachten, die ihre Singvögel in Käfigen spazierenführen und Mahjongg spielen oder erzählen. Die Ruhe und Beschaulichkeit stehen im Gegensatz zum pulsierenden Hongkong, ein Ausflug ist also sehr lohnend.

Nun kam die Entscheidung, wie ich wieder zurück nach Europa kommen sollte. Der Plan mit der Transsib nach Moskau zu fahren, scheiterte vor allen Dingen an meinem Widerwillen, nochmal durch China bis Peking zu fahren. Deshalb entschied ich mich für die einfache Variante und kaufte ein Flugticket zurück nach Deutschland.
Manni und seine inzwischen eingetroffene Freundin Barbara fuhren weiter nach Taiwan, um dort ein Jahr zu studieren, Christian, der eine sehr schöne Zeit in Guillin hatte, plante einen Zwischenstop in Thailand. So flog ich also alleine mit der Air Lanka nach Hause, einer Fluggesellschaft, die ich noch heute wegen der freundliche Leute und dem guten Service in bester Erinnerung habe.

Fazit dieser siebenwöchigen Tour: Viele positive wie auch negative Erinnerungen sind geblieben, aber irgendwie überwiegen die negativen, so daß ich persönlich wohl nicht mehr nach China fahren werde, es gibt ja so viele schöne andere Reiseziele....

Canton