Bericht und Links aus China

Allgemeine Hinweise

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China gehört mit Sicherheit nicht zu den einfachen Reisezielen für Individualreisen.

Die erste Schwierigkeit liegt in der mangelnden Verständigung. Chinesisch sprechen wohl die wenigsten und Englisch ist nicht besonders verbreitet. Auch wenn sich im Land seit meiner Reise einiges geändert hat, kann man wohl außer in Peking, Schanghai oder Canton wohl eher nicht mit Englischkenntnissen der Bevölkerung rechnen

Reisen in China ist aber als sicher zu betrachten. Leichtsinnig sollte man auch dort nicht sein, Taschendiebe gibt es auch dort, aber bewaffnete Überfälle gibt es eher nicht.

Das auswärtige Amt gibt immer aktuelle Informationen zur Situation im Land.

Über das Thema Menschenrechte in China und Tibet hört man immer viel in den Medien, auch wenn die internationale Politik dieses Thema wegen des gewaltigen Wirtschaftsraums gerne übergeht. Wer sich ein wenig informieren will, findet hier zahlreiche Seiten über Menschenrechtsverletzungen in Tibet und China

Anreise:

Flüge von Deutschland nach Peking werden von diversen Airlines angeboten, u.a. Air China, Lufthansa, KLM, Aeroflot, SAS, Allitalia, Air Austria. etc. angeboten.

Welche Flüge es gibt und was sie kosten kann man z.B. bei Travel Overland oder Travel 24 leicht rausbekommen.

Reisezeit:

Von März bis Oktober ist eine gute Zeit um nach China zu fahren. Tagestemperaturen von 20-30°C, nachts kann es aber oft auch empfindlich kalt werden. Wegen der Größe des Landes kann man natürlich keine allgemeingültigen Aussagen machen. In den Höhen des Himalayas oder Karakorum herrschen natürlich andere klimatische Bedingungen als im tropischen Südwesten Chinas.

Aktuelle Wetterinformationen gibt es bei Wetter Online

Gesundheit:

Impfungen sind nicht vorgeschrieben, dennoch empfiehlt es sich. Nähere und bessere Informationen bei FIT FOT TRAVEL.

Währung:

Chinesische Yuan Renminbi, Umrechnungskurs siehe Währungsrechner. Die Touristenwährung FEC gibt es zum Glück nicht mehr.

Fortbewegung

Als Fortbewegungsmittel im Land bietet sich der Zug an. Die Strecken sind meist weit, 10 Stunden sind da nichts.
Es gibt mehrere Kategorien in den Zügen. Die einfachste und billigste Kategorie ist "Hard Seat", eigentlich nur zu empfehlen, wenn man unter 5 Stunden unterwegs ist und Land und vor allen Dingen Leute kennenlernen will, denn die gibt es dort reichlich. Platzkarten gibt es nicht, mit starkem Ellenbogeneinsatz muß der Weg in den Zug erkämpft werden, um einen Platz zu bekommen. Die Leute sitzen und liegen überall, meistens drei Leute auf einer Zweierbank, keine Beinfreiheit. Diese Art des Reisens ist eher unter der Abteilung Abenteuer und Erlebnis einzustufen, für Strecken von 20 Stunden völlig unakzeptabel.

"Soft Seats" gibt es nicht in allen Zügen, man hat zwar mehr Platz, aber der Preisunterschied zum "Hard Sleeper" ist eher zu vernachlässigen. Dort hat jeder eine Liege in einem nicht abgeschlossenen 6 Bett Abteil, tagsüber sitzt man auf der unteren Liege, nachts kann man halt ganz gut schlafen. Ausser der Tatsache, daß die Chinesen auch dort überall geräuschvoll "hinrotzen", läßt es sich gut aushalten, auch wenn man zig Stunden dort verbringt. Heißes Wasser gibt es überall im Zug, so daß man dort "leckere" Nudelgerichte zubereiten kann. Die Kategorie "Soft Sleeper" ist schon so teuer, daß man auch mit dem Flugzeug fliegen kann.

Das größte Problem ist es, erstmal an ein Ticket zu kommen. Die Schlangen sind lang, das Personal nicht gerade hilfsbereit, wenn man sich nicht in der Landessprache unterhalten kann. Das nette chinesische Wort Mee-yo, was jeder Reisende bald kennenlernen wird, heißt nicht guten Tag oder Ähnliches, sondern eher "Gibts nicht, hau ab", dann hilft nur noch Hartnäckigkeit weiter und jemand, der einem den Rücken am Schalter freihält. Oft hilft aber auch das nicht weiter und man geht ohne Ticket weg und hat keine Ahnung wie es weitergehen soll.

Größere Stecken kann man auch mit dem Flugzeug zurücklegen, Air China bietet nicht zu teure Inlandsflüge an

Unterkunft:

Eine Hotelsuche in China kann der absolute Alptraum sein, siehe Hohot, muß es aber nicht sein. Am Besten mit einem guten Reiseführer im Gepäck losgehen und fragen, ob die Leute gewillt sind, dem Reisenden Unterkunft zu gewähren. Andere Reisende haben auch oft gute Tipps.

Einige Hotels kann man auf den Seiten von Packback und ASE finden, die sind aber eher teuer.

Eine Liste mit Hotels gibt es hier, ist aber nicht besonders hilfreich, weil es keine weiterleitenden Links gibt

Reiseführer:

Auch für China muß ich wieder den Lonely Planet empfehlen. Neben den guten Infos im Internet, die einem unterwegs wenig helfen, bietet auch die gedruckte Ausgabe fundierte und aktuelle Informationen, die eigentlich in den meisten Situationen weiterhelfen. Es gibt neben der Ausgabe für ganz China auch regionale Reiseführer für den Karakorum Highway, Tibet, Peking, Schanghai, Südwestchina und Hongkong

Eine Auflistung von Reiseführern kann man bei Amazon anschauen

Fotografieren:

In China sind Filme recht teuer und teilweise werden sie eher fragwürdig gelagert. Deshalb ausreichend Filme von zu Hause mitbringen, es gibt viel zu fotografieren.

Anders sieht es in Hongkong aus. Die Preise sind gut, wenn auch nicht so günstig, wie man es immer wieder behauptet. Man kann gut und preiswert seine Filme entwickeln lassen und braucht keine Angst zu haben, die Bilder nie wiederzusehen, westlicher Standard eben.

Auch Foto- und Videoequipment kann man gut in Hongkong kaufen. Es ist aber nicht so preiswert, wie oft behauptet wird. Z.T. kann man in den Läden noch handeln, vielleicht gelingt einem ja doch noch ein Schnäppchen.

Informationen im Internet:

Chinaweb , viele Adressen und Informationen über China

Hallo China, eine umfangreiche, deutschsprachige Linkseite über China

Fremdenverkehrsamt der VR China

Discover Hongkong, zahlreiche Links und Informationen über Hongkong

Reiseberichte über China bei Reiseträume.de